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Ästhetisch-Kosmetische Zahnmedizin ist keine Luxusdisziplin

Dr. Martin Jaroch, MSc.

Ästhetik bedeutet heute nicht unnötig, sondern zwin­gend notwendig. Die zahnärztliche Tätigkeit ohne Blick auf die enormen materialtechnischen Eigenschaften von heute sollte für einen Zahnarzt undenkbar sein. Wir sind für den wichtigsten Bereich im Gesicht zuständig, und mit unserer Arbeit steht und fällt das gesamte Erscheinungs­bild einer Person. Umso wichtiger ist heute die ästheti­sche Betrachtungsweise bei der Zahntherapie, vor allem dann, wenn die Zähne keramisch versorgt werden müs­sen. Aber auch Komposite sollten sorgfältig ausgewählt werden, um rasche Verfärbungen zu verhindern. In vielenFällen reicht das Verständnis für die üblichen Werkstoffe nicht aus, und ein ästhetisch arbeitender Zahnarzt sollte zwingend kieferorthopädische Grundkenntnisse besit­zen, um selbstständig kleine Korrekturen vor den Ver­sorgungen vornehmen zu können.

In-Office-Bleaching vor und nach einer einstündigen Behandlung mit drei Bleachingläufen.

Selbstverständlich können die ästhetischen Leistun­gen durch eine Vielzahl von Einzelspezialisten erbracht werden. Eine Spezialisierung hat aber auch den Nachteil, dass man nur eine immer wieder gleiche Betrachtungs­weise hat. Ein ästhetisch arbeitender Generalist hat denVorteil, dass er für das gesamte Ergebnis verantwort­lich ist und eine weitaus größte Möglichkeit der Reflexion hat, vor allem dann, wenn es zu Misserfolgen kommt.Die in den letzten Jahren vielfach belächelte Komplexität ästhetischer Behandlungsabläufe wird heute weitaus re­flektierter gesehen, und autark arbeitende Praxiskonzepte nehmen an Bedeutung zu. Wir haben ein im Gegensatz zu früher ein sehr weitreichendes Weiterbildungsangebot, welches auf die Arbeit von Generalisten ausgelegt ist. Inder Kieferorthopädie können spezielle Kurse zur präpro­thetischen oder parodontalen Kieferorthopädie belegt werden. Die Implantologie ist schon lange nicht nur Oral­chirurgen vorbehalten. Trends wie die Etablierung von kurzen Implantatsystemen haben sich erst durch intrinsi­sche Evidenz von Generalisten und parodontologisch ar­beitenden Zahnärzten wirklich richtig entwickeln können.

Die Entwicklung spiegelt auch den Wunsch heutigerPatienten wider. Kurze Wege sind nicht mehr das ein­zige, was wichtig ist. Die Behandlung von ästhetischenFragestellungen wird immer häufiger aus einer Handgewünscht, da so die Ergebnisse vorhersagbarer sind.Zudem fällt einem gut ausgebildeten ästhetischen Ge­neralisten die Auswahl der tatsächlich sinnvollen Be­handlungsart deutlich leichter, denn er kann sich auf dem gesamten Gebiet der Zahnmedizin austoben.

Darstellung von kieferorthopädischen Korrekturmöglichkeiten mit Multiband (a und b) und Invisalign (c und d).

Wie sieht dies konkret in denZahnarztpraxen aus?

Stellt sich ein Patient mit dem Wunsch nach einer Kor­rektur der Front aufgrund von Rotationen oder Rezes­sionen vor, dann erfolgt nach wie vor in vielen Praxen die direkte Planung der prothetischen Versorgung, da dieseArt der Versorgung dem konventionellen Behandler eine hohe Sicherheit des ästhetischen Outcomes vermittelt, die er aber tatsächlich nicht hat. In den meisten Fällen werden so wichtige Zwischenschritte übergangen und das erreichte Ergebnis ist nur von kurzer Dauer. Es reicht heute bei Weitem nicht mehr aus, nur hochästhetischeRestaurationen einzusetzen, ohne gleichzeitig weitereMöglichkeiten der Zahnmedizin abzustecken.

Bleaching

Bleaching ist kein rein kosmetischer Eingriff. Eine In­dikation aus zahnmedizinischer Sicht kann zum Beispiel die Aufhellung endodontisch behandelter Zähne sein. Bei einer prothetischen Rehabilitation des Kauorgans stehenFunktion und Langlebigkeit im Vordergrund der Behand­lung. Aber selbstverständlich sind Zahnfarbe und Zahn­form ebenfalls wichtige Faktoren, die Berücksichtigung finden müssen (Abb. 1a und b). Nach wie vor ist die Viel­zahl der angebotenen Bleachingmöglichkeiten zu un­übersichtlich und günstige Produkte oftmals qualitativ nicht in der Lage, Patienten und Zahnarzt zu überzeu­gen. Dennoch ist dieses Tool aus der kosmetisch tätigenZahnarztpraxis nicht mehr wegzudenken.

Kieferorthopädische Behandlungen

Kieferorthopädische Korrekturen sind in den kosme­tischen Behandlungen erwachsener Patienten überaus wichtig. Das Beherrschen der Grundlagen ist daher für einen Ästhetiker unausweichlich. Frontzahnkorrekturen können ohne Weiteres Veneerversorgungen unnötig ma­chen, sofern der Ästhetiker diese Technik beherrscht.

Abb. 3a–c: Kieferorthopädische Behandlung einer Parodontalpatientin mit anschließender Verbreiterung der Interdentalräume mittels Schichtechnik. Abb. 4a–c: Darstellung einer Kombinationsbehandlung bei einer Patientin mit behandelter aggressiver Parodontitis und daraus resultierender Zahnbewegung sowie Gingivaverlust. Die Patientin wurde parodontal, kieferorthopädisch und konservativ behandelt.

Nicht selten kommen die Patienten wegen Rotationen in die Praxis und erhalten Veneerversorgungen, die mitZahnspangen hätten verhindert werden können. Auch wir oder besser gesagt besonders wir als Ästhetiker ha­ben eine sehr große Verantwortung im Hinblick auf dieArt der Versorgung, denn nicht selten sind kosmetischeEingriffe reine Wahleingriffe. Besteht die Möglichkeit einer Schonung der Zahnhartsubstanz durch eine kiefer­orthopädische Therapie, dann sollte diese Möglichkeit immer vorrangig durchgeführt werden. Zahlreiche ästhe­tisch­ kosmetische Spezialisten sind heute in der Lage, diese Behandlungen ohne Weiteres selbst durchzufüh­ren. Aus dem Portfolio eines Ästhetikers ist diese Art derBehandlung aus meiner Sicht ein Muss (Abb. 2 a–d).

Ästhetische Behandlung von Parodontalpatienten

Nach wie vor werden viel zu wenige Patienten in kon­ventionellen Praxen optimal parodontal vorbehandelt.Ohne diese essenzielle Vorbehandlung kann in der Folgebeispielsweise keine präprothetische Kieferorthopädie erfolgen, da bei insuffizienter Parodontalbehandlung der komplette Verlust der Zähne droht, wenn diese zusätz­lich kieferorthopädisch bewegt werden. Das muss der Ästhetiker wissen, und er sollte die Kieferorthopädie da­her auch in den eigenen Händen behalten, denn nur sehr wenige Kieferorthopäden können tatsächlich einschätzen, wie Parodontologie und Kieferorthopädie abschlie­ßend einen Einfluss auf die Prothetik nehmen können(Abb. 3a–c).

Nach erfolgreicher kieferorthopädischer Behandlung muss entschieden werden, ob der Gingivaverlust plas­tisch zu decken ist oder aber eine konservative oderprothetische Korrektur erfolgen sollte. Rezessionsde­ckungen haben eine gute Vorhersagbarkeit, wenn sie die Miller­Klasse II nicht überschritten haben (Abb. 4a–c).Miller­Klasse III­Fälle können nach gründlicher Selektion ebenfalls sehr erfolgreich verlaufen, die Prognose ist aber deutlich schlechter. Sollte eine chirurgisch ­korrektiveTherapie nicht mehr möglich sein, dann bleibt noch die konservative Behandlung mit Kompositmaterialien oder aber die komplette prothetische Verblendung.

Implantologische Fälle

Auch implantologische Fälle benötigen in der Regel einexaktes „Backward Planning“, das von einem auf Ästhe­tik spezialisierten Generalisten in der Regel weitaus bes­ser bewältigt werden kann, als von einem rein chirurgisch tätigen Zahnarzt. Oftmals muss vorab entschieden wer­den, ob es nicht sinnvoller wäre, Lücken mit fortgeschrit­tenem Knochenabbau lieber im Sinne des Patienten kie­ferorthopädisch zu versorgen. Auch die Extrusion vor einer Extraktion kann zur deutlichen Verbesserung der vestibulären Knochenverhältnisse und damit des ästhe­tischen Outcomes führen. Die Notwendigkeit oder Mach­barkeit muss jedoch vor der Extraktion erkannt und von einem Generalisten auch direkt kieferorthopädisch ge­löst werden (Abb. 5a und b).

Alleine das Aufrichten von gekippten Molaren kann den klinischen Outcome in Bezug auf die parodontalen Ver­hältnisse deutlich verbessern. Oftmals entstehen durch gekippte Molaren oder Prämolaren interdental offeneDreiecke, die in der Folge zu parodontalen und periim­plantären Destruktionen führen können.

Einfache konservative Fälle

Die Zahnmedizin besteht nicht nur aus komplexenFällen. Auch bei einfachen ästhetischen Einbußen wieFrakturen im Bereich der Inzisivi muss mit dem uns bekannten ästhetischen Hintergrundwissen entschieden werden, ob ein Zahnersatz in Form eines Veneering oder einer Teilkrone tatsächlich notwendig ist oder ob nicht auch eine Versorgung mit hochästhetischen Kompositen für den Patienten vorteilhafter wäre. Bei der Versorgung mittels Komposit hat der Patient den Vorteil, dass derGroßteil des natürlichen Zahns erhalten bleibt (Abb. 6a und b). Das war lange Zeit ästhetisch nur schwer lösbar. Heute steht die Schichttechnik mit Hybridkompositen der Keramik in nichts nach. Einen entscheidenden Vorteil hat die Kompositversorgung: Die Abrasion im Bereich der Inzisalkanten der naturgesunden Dentition des Gegen­kiefers wird durch die weitaus weicheren Komposite verhindert.

Abb. 5a und b: Beispiele für eine kieferorthopädische Extrusion. Abb. 6a und b: Korrektur einer frontalen Schmelzfraktur mit ästhetischen Kompositen und moderner Schichttechnik.
Erschienen am:
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