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Mundhygiene trägt zu einem gesunden Herzen bei!

Quelle: Dental Online Channel vom 25.02.2019

„Sowohl Parodontitis als auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen betreffen weltweit viele Menschen. Die Bedeutung der Prävention und Therapie von Parodontalerkrankungen als Mittel zur Verringerung kardiovaskulärer Risiken zu erkennen, kann erhebliche Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit und die Wirtschaft haben“, sagte Professor Dr. Mariano Sanz, EFP-Experte und Vorsitzender der Veranstaltung.

Professor Dr. Pablo Perel, Senior Science Advisor der WHF, sagte: „Es bedarf einer stärkeren Sensibilisierung für den Zusammenhang zwischen Mundgesundheit und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Workshop Perio & Cardio hat evidenzbasierte Empfehlungen in Bezug auf kardiovaskuläre Gesundheit und Parodontologie gegeben. Da Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache auf der Welt sind, ist es von größter Bedeutung, die Risikofaktoren zu reduzieren, die zu Herzerkrankungen beitragen.“

Herz-Kreislauf-Erkrankungen (HKE oder KVE) sind weltweit die häufigste Todesursache, während schwere Parodontitis die sechsthäufigste chronische Erkrankung ist. Die Evidenz deutet darauf hin, dass Patienten mit schweren Zahnfleischerkrankungen ein höheres Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall haben, insbesondere wenn es bei ihnen bereits vorher kardiovaskuläre Ereignisse gab. Bakterien im Mund können in den Blutkreislauf gelangen und Entzündungen und Verhärtungen der Arterien fördern (Atherosklerose). Parodontitis und Herzerkrankungen haben auch gemeinsame Risikofaktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum, Alter und Diabetes.

Die Workshop-Teilnehmer diskutierten vier Kernbereiche:
• Epidemiologische Nachweise für einen Zusammenhang zwischen Parodontitis und HKE (KVE)
• Biologische Mechanismen für das erhöhte Risiko einer Atherosklerose bei Patienten mit Parodontitis
• Die Auswirkungen von Parodontalbehandlungen auf das Risiko einer Atherosklerose
• Die potenziellen kardiovaskulären Risiken oraler Eingriffe.

„Kardiologen sollten sich des Zusammenhangs zwischen Zahnfleischerkrankungen und Herzerkrankungen bewusst sein und ihre Patienten ermutigen, sich auf Parodontitis untersuchen zu lassen und eine gute Mundhygiene zu betreiben, da dies die kardiovaskulären Ergebnisse verbessern wird“, erklärte Dr. Alvaro Marco Del Castillo, WHF Co-Vorsitzender der Arbeitsgruppe 1.

Professor Dr. José Ramón González Juanatey, WHF Co-Vorsitzender der Arbeitsgruppe 2, der die Auswirkungen der Parodontalbehandlung auf das Risiko einer Atherosklerose untersuchte, sagte: „Es sind weitere Untersuchungen über die Auswirkungen von Zahnbehandlungen bei Patienten mit HKE erforderlich, aber die aktuellen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass das Fortschreiten der HKE durch eine gute Mundhygiene und eine erfolgreiche Parodontalbehandlung beeinflusst werden kann.“

„Patienten mit Parodontitis sollten darauf hingewiesen werden, dass sie ein höheres Risiko für Herzerkrankungen haben und ihre Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Auge behalten sollten. Was die potenziellen kardiovaskulären Risiken einer Parodontalbehandlung betrifft, so deuten die verfügbaren Forschungsergebnisse darauf hin, dass die Parodontalbehandlung für Herzpatienten sicher ist“, sagte Professor Dr. Søren Jepsen, EFP Co-Vorsitzender der Arbeitsgruppe 2.

Professor Sanz fasste das Ergebnis der Veranstaltung zusammen: „Der Workshop Perio & Cardio hat sein Ziel erreicht, einen Konsens zu finden. Es wurden außerdem diejenigen Bereiche aufgezeigt, in denen weitergehende Forschungen erforderlich sind, wie z. B. klinische Studien mit belastbaren kardiovaskulären Ergebnissen und weitere Studien, die dabei helfen, die Mechanismen zu verstehen, wie orale Bakterien Schäden an kardiovaskulärem Gewebe verursachen können“.

Im Hinblick auf die nächsten Schritten erklärte Professor Sanz: „Die Empfehlungen von EFP und WHF werden im Journal of Clinical Parodontology veröffentlicht und es wird ein Projekt entwickelt, um das Bewusstsein für die wesentliche Rolle der Mundgesundheit zu schärfen, das Risiko von Herzerkrankungen zu verringern.“

Erschienen am:
10/3/2019

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